News der Woche

EPA, Ford, Siemens, Continental, Iberdrola, BP und vieles mehr

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Beitrag vom 30. April 2024

US-Regierung fördert mit einem neuen Programm die Anschaffung von elektrischen Schulbussen und Nutzfahrzeugen, Ford erweitert sein E-Transit Angebot mit einer größerer Batterie für erhöhte Reichweite, Siemens startet den Flotten-Ladeservice Depot360, Continental stellt eine neue Reifenbaureihe namens Conti Eco Gen 5 vor, Iberdrola und BP planen eine umfassende Errichtung von Megawatt-Ladern in Spanien, Zeekr präsentiert den Elektrovan Zeekr Mix, Mitie erreicht Meilenstein von 5.000 Elektrofahrzeugen in seiner Flotte und Milence eröffnet einen weiteren Ladepark zwischen Malmö und Stockholm – das sind unsere Top Stories in der 18. Woche des Jahres 2024.  

US-Regierung fördert mit einem neuen Programm die Anschaffung von elektrischen Schulbussen und Nutzfahrzeugen, Ford erweitert sein E-Transit Angebot mit einer größerer Batterie für erhöhte Reichweite, Siemens startet den Flotten-Ladeservice Depot360, Continental stellt eine neue Reifenbaureihe namens Conti Eco Gen 5 vor, Iberdrola und BP planen eine umfassende Errichtung von Megawatt-Ladern in Spanien, Zeekr präsentiert den Elektrovan Zeekr Mix, Mitie erreicht Meilenstein von 5.000 Elektrofahrzeugen in seiner Flotte und Milence eröffnet einen weiteren Ladepark zwischen Malmö und Stockholm – das sind unsere Top Stories in der 18. Woche des Jahres 2024.  

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Beitrag vom 30. April 2024

Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) hat ein neues Förderprogramm für die Anschaffung von elektrischen Schulbussen und schweren Nutzfahrzeugen gestartet. Finanziert durch den „Inflation Reduction Act“, zielt dieses Programm darauf ab, die Luftqualität zu verbessern und die Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Die US-Regierung hat dafür in diesem Jahr Zuschüsse in Höhe von fast einer Milliarde Dollar für die Umstellung von Verbrennern auf elektrische Schwerlastfahrzeuge und Schulbusse vergeben. Etwa 70% des Budgets des sogenannten  „2024 Clean Heavy-Duty Vehicles Grant Program“ sind für Schulbusse vorgesehen, während der Rest die Anschaffung anderer schwerer E-Nutzfahrzeuge wie Liefer-Lkw, Staßenverkehrsmaschinen und Müllwagen unterstützt. Mit dem neuen Förderprogramm werden nicht nur die Beschaffung und der Betrieb dieser Fahrzeuge, sondern auch die Ladeinfrastruktur sowie die Schulung von Arbeitskräften für den Umgang damit unterstützt.  

(c) AdobeStock

Ford hat angekündigt, den E-Transit künftig auch mit einer Batterieoption anzubieten, die eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern ermöglicht. Bestellungen sollen ab diesem Jahr angenommen werden, die Auslieferung soll im Frühjahr 2025 starten. Die nutzbare Batteriekapazität soll sich dabei auf 89 kWh erhöhen. Hinzu sollen schnellere Ladeleistungen mit Wechselstrom (AC) und Gleichstrom (DC) kommen. Ausgestattet sollen die neuen Ford Modelle serienmäßig mit einer Wärmepumpe mit Dampfeinspritzung, die den Innenraum bei niedrigen Temperaturen effizienter und energiesparender beheizt. An einer betrieblichen Wallbox soll sich das Fahrzeug in sechs Stunden vollständig aufladen. Mit Gleichstrom (DC) genügen laut Ford zehn Minuten, um bis zu 116 Kilometer zusätzliche Reichweite zu tanken. Das Aufladen von zehn auf 80 Prozent der vollen Kapazität soll in 28 Minuten gelingen. Ford bietet beim E-Transit 19 Modellvarianten an.   

(c) Ford

Siemens Smart Infrastructure hat den Flotten-Ladeservice Depot360 eingeführt, der speziell für die effiziente Verwaltung und Wartung von Elektrofahrzeugflotten konzipiert ist. Der Service soll eine umfassende Lösung für das Laden von Elektrofahrzeugen, einschließlich Installation, Wartung und Betrieb der Ladeinfrastruktur bieten und sich an Unternehmen und öffentliche Einrichtungen richten, die ihre Fahrzeugflotten auf Elektromobilität umstellen möchten. Depot360 soll sie hier bei der Maximierung der Betriebszeiten und Optimierung der Ladevorgänge unterstützen. Das Ziel: Grüne Energie für den Fuhrpark zu geringstmöglichen Kosten zu erzeugen. Zunächst soll der Fokus auf Logistikfahrzeugen, kommunalen Verkehrsbetrieben und privaten Busflotten in Betriebshöfen, Lagern und Terminal liegen. Zum Start ist das Angebot in USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden und Norwegen verfügbar.  

(c) Siemens

Continental hat die neue Reifenbaureihe Conti Eco Gen 5 eingeführt. Die Reifen sind speziell für Busse und Lkw entwickelt und sollen durch innovative Technologien für verbesserte Effizienz sorgen. So biete die Lauffläche dank neuer Mischungen und Zwei-Lagen-Konstruktion eine hohe Laufleistung bei gleichzeitig optimiertem Rollwiderstand, so Continentak. In der Karkasse verbessere wiederum eine neue Wulstgeometrie den Rollwiderstand.  Das führe laut Conti zu zwölf Prozent weniger Rollwiderstand und zehn Prozent mehr Laufleistung im Vergleich zu den Vorgängern. Gleichzeitig würden damit die Betriebskosten sinken und CO2 eingespart werden, so das Unternehmen. Zudem sind die Reifen für eine Runderneuerung konzipiert. Ein runderneuerter Reifen bestehe bis zu 70 Prozent aus Material des Altreifens und ist gleichzeitig 40 Prozent günstiger als ein Neureifen, teilte Continental mit. Zukünftig soll der Conti Eco den EcoPlus für den Fernverkehr und den EcoRegional für kürzere Transporte ersetzen.   

(c) Continental

Iberdrola und BP haben Pläne angekündigt, in Spanien eine umfangreiche Infrastruktur für Megawatt-Lader zu entwickeln, die besonders für schwere Nutzfahrzeuge geeignet sind. Dieses Vorhaben ist Teil einer größeren Initiative der beiden Unternehmen, die iberische Halbinsel mit einer robusten und effizienten Schnellladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge auszustatten. Die Ladestationen sollen besonders entlang wichtiger Transportkorridore platziert werden, um eine emissionsfreie Gütertransportroute zu ermöglichen. So wollen beide Unternehmen noch 2024 die ersten MCS-Lader mit 1.200 kW Leistung aufbauen. Errichtet werden sollen diese zunächst am Disfrimur-Standort bei Murcia, anschließend aber auch an einem weiteren Firmenstandort in San Isidro bei Alicante. Die Hardware soll das spanische Unternehmen Power Electronics stellen. Beide Unternehmen wollen mittels eines Joint Ventures bis 2025 bis zu einer Milliarde Euro in Schnellladeinfrastruktur in Spanien und Portugal investieren. Geplant sind bis zu diesem Zeitpunkt rund 5.000 schnelle und ultraschnelle Ladepunkte.  

(c) BP Iberdrols

Geelys Elektroauto-Marke Zeekr hat in China die neue Fahrzeugplattform SEA-M und das erste Modell vorgestellt, das darauf aufbaut: den Zeekr Mix. Es ist das bereits fünfte Zeekr-Modell und soll als Elektro-Van mit fünf Sitzplätzen ausgestattet sein, der neben großzügigen Innenraumverhältnisse mit den modernsten Infotainment-Systemen ausgestattet sein soll. Technische Daten wurden noch nicht bekanntgegeben. 2025 könnte der Zeekr Mix dann auch auf den europäischen Markt kommen.    

(c) Zeekr

Der britische Energiedienstleister Mitie hat das 5.000. Elektrofahrzeug in seine Flotte aufgenommen. Zwei Drittel der Mitie-Flotte fahren inzwischen rein elektrisch, bis Ende 2025 soll die Umstellung des Fuhrparks abgeschlossen sein. Bei den Fahrzeugen handelt es sich jeweils um den ID. Buzz. Die Fahrzeuge bei Volkswagen Nutzfahrzeuge hatte Mitie im Rahmen einer mehreren Millionen Pfund schweren Partnerschaft zwischen Mitie und National Grid (dem britischen Stromnetz-Betreiber) beschafft, bei der Mitie Facility-Management-Dienste an über 260 Standorten von National Grid erbringt.   

(c) Mitie

B-ON und der chinesische Automobilhersteller Chery planen, ein Joint Venture zur Entwicklung, Produktion und Vermarktung von E-Nutzfahrzeugen zu gründen. Die beiden Unternehmen beabsichtigen, gemeinsam eine neue Familie elektrischer Lieferfahrzeuge zu entwickeln und zu produzieren, beginnend mit dem Modell Pelkan, das bereits Mitte 2024 an Kunden in Europa ausgeliefert werden soll. Das Fahrzeug wurde bereits bei der Japan Mobility Show im vergangenen Jahr angekündigt. Der Pelkan soll demnach mit zwei Batterievarianten (43 und 54 kWh) auf den Markt kommen und bis zu als 250 Kilometer -Reichweite schaffen. An einer DC-Ladesäule soll der Ladevorgang von 30 auf 80 Prozent unter 30 Minuten dauern. Der AC-Ladevorgang von 0 auf 100 Prozent wird mit „unter 8 Stunden“ angegeben. Die Nutzlast soll laut B-ON bei 1.235 Kilogramm liegen, die Höchstgeschwindigkeit bei 120 km/h.   

(c) B-ON

Milence, das Gemeinschaftsunternehmen von Daimler Truck, der Traton Group und der Volvo Group für die Aufladung von Elektro-Lastwagen, hat seinen zweiten Ladestandort in Schweden angekündigt. Dieser liegt auf der wichtigen Route zwischen Malmö und Stockholm. Auf einem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück an der belebten Autobahn E4 gelegen, soll der Park zunächst acht CCS-Ladepunkte mit je 400 kW bieten, gefolgt von einer Erweiterung auf 16 Ladeplätze, die auch MCS-Lader mit bis zu 1.000 kW umfassen sollen. Insgesamt plant Milence in Europa die Installation von 1.700 Ladepunkten in 15 europäischen Ländern bis 2027. Im Dezember 2023 eröffnete dafür der erste Ladepark des Unternehmens im niederländischen Venlo, im April 2024 ein Ladepark in der französischen Normandie.  Kürzlich hatte Milence zudem den Bau eines schwedischen Ladeparks in Varberg zwischen Göteborg und Malmö angekündigt. 

(c) Milence

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